Venus Express » VIRTIS

Autor: Jan Oertlin

Der in Frankreich gebaute „Visible and Infrared Thermal Imaging Spectrometer“ (VIRTIS) stamm ursprünglich von „Rosetta“ ab. Bei der Venus sollen damit im sichtbaren, sowie im unsichtbaren Infrarot (IR) tiefere Wolkenschichten erforscht werden. Es sollen Wolkenstrukturen, Blitze und Wolkenbewegungen, sowie Gase (OCS, SO2), Wasser und Temperaturverläufe untersucht werden. Ebenfalls sollen nach Anzeichen für Vulkanaktivitäten und Veränderungen des Drucks gesucht werden.

Mit VIRTIS lässt sich tiefer in die Wolkenschichten mittels des IR-Spektrometers schauen. Das Gerät lässt sich so einstellen, dass man damit die Verteilung eines ganz bestimmten Moleküls feststellen lässt.

VIRTIS besteht aus einem CCD-Chip und aus einem HgCdTe Array. Der CCD Bereich hat eine Auflösung von 250 m aus einer Höhe von 1000 km und wird auf –141 °C gekühlt.
Wenn sich Venus Express in einer Höhe von 12.000 km befindet, passt die ganze Venus ins Gesichtsfeld.

Das HgCdTe Array wird auf –201 °C gekühlt und macht IR-Bilder im Bereich von 1 µm bis 5 µm mit einer Auflösung von 3 nm.