Venus Express » PFS

Autor: Jan Oertlin

PFSMit dem „Planetare Fourier Spektrometer“ (PFS), das aus Italien stammt, ist aus Mars Express übernommen und verbessert worden. PFS soll Spektren erfassen im bereich von 0,9 µm bis 45 µm. Man möchte damit Langzeitstudien über die Venusatmosphäre machen, nach unbekannten Bestandteile der Atmosphäre suchen, Erkenntnisse über die globale Zirkulation gewinnen und vulkanische Prozesse untersuchen.

Das Michelson-Interferometer ist das Hauptbestandteil von PFS. Es zerlegt das einfallende Licht in zwei Strahle mit unterschiedlichen Wellenlängen und analysiert diese. Danach wirde die enorme Datenmenge mit dem Fourier-Transformator beträchtlich reduziert und erst dann zur Erde gesendet.

Der Unterschied vom PFS von Venus Express zu dem vom Mars Express besteht darin, dass im ersten Kanal ein empfindlicherer Sensor eingebaut wurde. Er erfasst jetzt Daten im bereich von 0,9 µm bis 3,3 µm, statt wie bei Mars Express 1,2 µm bis 5 µm. Bei der Mars-Sonde reichte die Empfindlichkeit aus, um Methan zu registrieren. Bei der Venus allerdings sind die höheren Energien aber wichtiger.