Venus Express » ASPERA-4

Autor: Jan Oertlin

ASPERA-4Das schwedische Experiment ASPERA-4 soll die Wechselwirkung von Sonnenwinden mit der Venusatmosphäre, Verteilung von Ionen (elektrisch geladene Atome) und neutralen Atomen in der Atmosphäre, Material das von der Venus freigesetzt wird und den Sonnenwind untersuchen. ASPERA ist die Abkürzung für „Analyser of Space Plasmas and Energetic Atoms“. Das ASPERA-4-Experiment stammt von dem Experiment namens ASPERA-3 ab, das schon bei Mars Express eingesetzt wurde.
Bei ASPERA-4 werden vier Sensoren eingesetzt:

Der ENA Imager (ENA: Energetic Neutral Atoms) wurde konzipiert um die Verteilung des Plasmas der Ionosphäre und der neutralen Teilchen zu messen. Um geladene- von ungeladenen Teilchen zu unterscheiden, werden die Teilchen zwischen zwei Platte, zwischen denen eine Spannung von 5 kV herrscht, sortiert, nachdem sie durch eine 15 cm große, kreisförmige Öffnung geflogen sind. Durch diese zwei Platten werden die geladenen Teilchen abgelenkt, die neutralen fliegen geradeaus weiter. Dieser Effekt wird z.B. auch beim Fernseher genutzt um den Elektronenstrahl auf die richtige Position auf der Mattscheibe zu leiten.

Mit dem Neutral Particle Detector werden ausschließlich Wasserstoff- und Sauerstoffatome in einem Energiebereich von 0,1 keV bis 10 keV (eV: Elektronenvolt) registriert. Auch hier werden wie bei ENA neutrale- von geladenen Teilchen getrennt.
Bei diesem Sensor wird aber nicht die Verteilung der Teilchen messen, sondern die Anzahl. Dadurch erhoffen sich die Wissenschaftler Antworten auf die Menge von Wasser, die die Venus verloren hat.

Der Massenspektrometer IMA (Ion Mass Analyser) misst die Masse und Anzahl von verschiedenen Ionen der Atmosphäre. Durch ein veränderbares Magnetfeld lassen sich die Ionen nach ihrer Masse sortieren.

Mit dem Elektronenspektrometer (kurz ES) werden Elektronen im Energiebereich von 5 eV bis 20 keV gemessen.