Die Raumstation Mir

Autor: Konstantin Lübeck

Die Russische Raumstation Mir (russisch: Мир Welt, Frieden, Weltall) ist die erste aus einzelnen Modulen zusammen gesetzte Raumstation. Ihre Vorgänger die Salut-Stationen wurden alle an einem Stück ins All geschossen. Begonnnen hat der Aufbau der Mir im Frühling 1986; insgesamt dauerte der Aufbau 10 Jahre, wenn man alle noch dazugekommenen amerikanischen Module mitzählt. Ganze 15 Jahre war die Mir der menschliche Vorposten im All; sie verfügte über insgesamt 6 Andockstutzen die für Sojuskapseln und Spaceshuttles Internationaleraumfahrt.degedacht waren. Sie bestand aus 7 Modulen deren Namen MIR-Basismodul (1986), Kwant 1 (1987) Kwant 2 (1989), Kristall (1990) (eigentlich Kwant 3), Spektr (1995), Andocksystem (für Space Shuttle) (1995) und Priroda (1996) waren.
Im Dezember 1990 besuchte ein japanische Journalist die russische Raumstation. Dieser Besuch wurde zum Vorreiter aller anderen Besuche der Mir. In den folgenden Jahren besuchten weitere zahlreiche Nichtrussen die Raumstation. Darunter auch der deutsche Klaus Dietrich-Flade. 1995 starteten bereits die ersten Amerikaner an Bord eines Sojus Raumschiffes zu Mir und im selben Jahr brachten die Amerikaner auch das erste Shuttleandockmodul zur Mir. Daraufhin folgten dann natürlich viele amerikanischen Missionen. Der Kosmonaut Valery Polyakov war ganze 438 Tage am stück an Bord. Diese Mission lief unter der Behauptung, es wäre ein Test für kommende Mars Missionen.
Die Mir war bekannt für ihre Pannen. Angefangen hatte diese Pannenserie mit der Entzündung eines Sauerstoffgenerators. Dieses Ereignis zwang die Amerikaner sowie die Russen zum tragen von Gasmasken. Die Bodenstation Baikonur befahl den Astronauten, sie sollen die Raumstation verlassen. Stattdessen reparierte die Besatzung diesen Sauerstoffgenerator. Bereits zwei Wochen nach diesem Vorfall fiel die primäre Sauerstoffversorgung aus, es gelang den Astronauten zum glück rechtzeitig auf die sekundär umzuschalten. Außerdem war es wegen eines Lagefehlers zu einem Defekt des Lagekontrollsystems gekommen, wodurch die Crew nur noch pro Erdumlauf 10 Minuten Kontakt zur Bodenstation in Baikonur halten konnte. Einen Monat später kollidierte eine Progress Versorgungskapsel mit einer der Solarzellen der Mir. Der entstandene Schaden wurde durch einen Shuttleflug zwei Monate später wieder behoben.
Am 20. November 1998 wurde das erste Modul der ISS (Zarya) in den Orbit gebracht. Auf diese Ereignis hin drängten die Amerikaner die Russen die Mir im Pazifik zu versenken. Aber die Russen entschieden sich gegen diesen Vorschlag und versuchten die Mir noch weiterhin am leben zu halten. Früh erkannten dann auch die Russen, dass sie die Mir finanziell nicht mehr tragen konnten. 1999 versuchte eine Gesellschaft von privaten Geschäftsleuten die Mir durch ihre Gelder noch zu erhalten. Am 4. April 2000 besuchte die letzte Crew die Mir. Als diese Gesellschaft dann die Mir auch nicht mehr halten konnte, kam das endgültige Aus am 20. Oktober 2000. Am Morgen des 23. März 2001 wurde die Mir mit 3 Bremsschüben kontrolliert auf die Erde gelenkt. Um 6:57 Uhr Ortszeit prallte die Mir im Zielgebiet vor den Fidschi-Inseln ins Meer.
In der 15-Jährigen Geschichte der Mir umrundete sie 86.356 Mal die Erde in einer Höhe von 390 km.

Aufbau der Mir:

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