Apollo 11 » Richtung Mond

Autor: Christoph H. Sohn

Am 16. Juli 1969 war es endlich so weit: Die Astronauten Armstrong, Aldrin und Collins starteten mit der von Wernher von Braun konstruierten Saturn V-Rakete Richtung Mond. Aus der ganzen Welt waren Schaulustige zum Cape Canaveral in Florida angereist, die sich nicht entgehen lassen wollten, wie die drei Astronauten zu einem einmaligen Abenteuer aufbrachen: in wenigen Tagen würden zum ersten Mal Menschen auf einem fremden Himmelskörper landen.

Alles in Ordnung-hier bleiben wir: 2. Seite vom 21. Juli 1969 der AbendzeitungIn Mondnähe trennte sich die Landefähre (LM) Eagle mit den Astronauten Neil Armstrong und „Buzz“ Aldrin an Bord von der Kommandokapsel Columbia. Dies geschah auf der der Erde abgewandten Seite des Mondes, sodass kein Kontakt zu Houston möglich war. Dort wusste man also nicht sofort, ob das Manöver erfolgreich war. Das Abtrennen verlief ohne größere Probleme, die Instrumente waren intakt, sodass Eagle auf den Mond zusteuern konnte. Währenddessen umkreiste Collins in der Kommandokapsel den Erdtrabanten in 115 Kilometer Höhe. Hätte es Probleme gegeben, hätten die Astronauten der Landefähre jederzeit zu ihm umkehren gekonnt.

Internationaleraumfahrt.deBald darauf wurde in der Mondlandefähre alles für eine Landung vorbereitet. Die Steuerung erfolgte automatisch, doch 170 Meter über dem Mare Transquillitatis, dem ausgewählten Landeplatz für Apollo 11, übernahm Armstrong. Die Landung erfolgte am 21. Juli 1969 MEZ - mitten in der Nacht; in Amerika war es aufgrund der Zeitverschiebung noch der 20. Juli. Kurz vor der Landung schaltete Armstrong den Motor aus, sodass Eagle die letzten Meter auf die Mondoberfläche fiel. Danach funkte er den legendären Satz: „Der Adler ist gelandet“ (The Eagle has landed) an Houston.

Als erster Mensch überhaupt betrat Neil A. Armstrong um 3 Uhr 57 MEZ den Mond. Sein Kollege Aldrin folgte ihm 19 Minuten später.

Viele Menschen auf der ganzen Welt verfolgten die Mondlandung am Fernseher, auch in Europa, wo dieses Spektakel mitten in der Nacht war. Nur in einigen kommunistischen Staaten – wie etwa China – wurde das Ereignis nicht ausgestrahlt.