Die Sojus-Rakete

Autor: Konstantin Lübeck

Internationaleraumfahrt.deDie Sojus-Rakete geht auf die Wostok-Rakete (mit dieser Rakete flog schon Juri Gagarin) zurück. Aber der Aufbau eines neuen Oberstufenmoduls, genannt „Block 1“, machte die Rakete zum Arbeitspferd der Russischen-Raumfahrt. Mit dem Erstflug der Sojus (Sojus 1) am 23. April 1967 war der damalige Tiefpunkt der Russischen-Raumfahrt erreicht, da die Kapsel ungebremst auf die Erde prallte und damit den Kosmonauten Wladimir Kamarow umbrachte. Später stellte sich Sojus als äußerst nützlich heraus.

In verbesserter Form wurde Sojus als Taxi für die russischen Raumstationen (Saljut, Mir) eingesetzt. Am 15. Januar 1969 gelang es zum ersten Mal, die beiden bemannten Sojus 4 und 5 Kapsel zu koppeln. 1968 umrundete eine unbemannte Kapsel den Mond. Es kam aber nie zu einer Landung. Dass die Sojus-Rakete zu viele Mängel und Fehler aufwiesen, ließ es unmöglich erscheinen, die Amerikaner noch einzuholen, die mit der bemannten Kapsel Apollo 8 schon den Mond umkreisten.

Aber die Mondlandung wurde durch die größte jemals gebaute Rakete mit fünf Stufen vorangetrieben. Da Sojus aber im Gegensatz zur Saturn 5 mit 30 Triebwerken und sehr komplizierter Steuerung sowie Technik aufgebaut war, ist sie nach dem Start durch Ausfall der Technik explodiert. So wurden auf den Befehl des Generalkonstrukteurs im Jahre 1974 alle N1 Raketen zerstört.

Am 15. Juli 1975 dockte Sojus 19 im Rahmen des ASTP-Projekt an die Apollo 18 Kapsel an, die Astronauten Thomas Stafford, Deke Slayton und Vance Brand trafen auf die Kosmonauten Alexj Leonow und Kubasow. Danach wurden durch Wahl eines neuen Präsidenten auf amerikanischer Seite alle Russisch-Amerikanischen-Projekte bis auf 25 Jahre auf Eis gelegt.

1978 flog Sigmund Jähn als erster Deutscher mit Sojus 31 für eine Woche ins All. Auch der erste Weltraumtourist Dennis Tito reiste mit einer Sojus-Kapsel in den Weltraum.