Das Gemini-Programm

Autor: Jan Oertlin

Internationaleraumfahrt.de1961 wurde das „Mercury Mark II“-Projekt gestartet und 1962 von Alex Nagy „Gemini“ getauft. Das Ziel war zwei Astronauten für mehrere Tage die Erde umkreisen zu lassen. Es war möglich während des Raumflugs Tests durchzuführen, aber es wurden hauptsächlich Triebwerkszündungen vorgenommen und versucht an andere Weltraumgeräte anzudocken. Es wurden auch Weltraumspatziergänge durchgeführt, wobei es dem Astronauten möglich ist, frei im All zu schweben.

Am 3. Juli 1965 machte Edward White (Amerikaner) so einen Spaziergang. Als er wieder in die Gemini-Kapsel wollte kam er nicht mehr rein, weil sich der Raumanzug ausgedehnt hatte. Er ließ daraufhin Druck aus seinem Anzug raus, was für ihn lebensgefährlich war, aber dadurch passte er wieder durch die Luke. Nach dieser Mission landete Gemini 4 wohlbehalten im Meer.

Am 23. März 1965 starteten Vergil Grissom und John Young mit der Gemini-Titan 3 zum ersten bemannten Gemini-Flug. Gemini 5 hatte einen Flug voller Pannen. 200 Stunden später landeten Gordon Cooper und Pete Conrad unversehrt auf der Erde. Trotzdem war es ein Rekord, denn keine Astronauten waren bis dahin länger im All gewesen.

Mit Gemini 6 sollten Schirran und Stafford ein Rendezvous mit einer Agena (unbemanntes Andockgerät) durchführen, doch die Positionierung der Agena gelang nicht. Danach starteten Frank Borman und James Lovell mit Gemini 7 zu einem 14tägigen Flug. Daraufhin wurde Gemini 6 ins All gebracht und simulierte eine Kopplung mit Gemini 7, wobei sie sich auf wenige Zentimeter näherten, denn es war kein Koppelungsadapter vorhanden.

Neil Armstrong und Davit Scott starteten mit Gemini 8 und nahmen die erste Koppelung mit einer Agena vor, wobei sie lebensgefährliche Probleme zu meistern hatten.

Eugene Cernan machte nochmals einen Weltraumspatziergang, wobei Thomas Stafford in der Kapsel blieb. Eine Koppelung mit einer Agena fand nicht statt.

Gemini 10 (John Young und Michael Collins) und Gemini 11 (Charles Conrad und Richard Gordon) führten die ersten störungsfreien Koppelungen mit einer Agena durch. Gemini 12 beendete das Programm mit den gleichen Manövern.